Im Internet gibt es andere Regeln und Verhaltensweisen als im wirklichen Leben. Das muss man aber auch erst einmal lernen und sollte heutzutage den Kindern auch beigebracht werden. Als ich in dem heutigen Online-Alter war, also ca. mit 12 Jahren, hat man diese Sachen nicht so ernst genommen und dann wie viele andere im gleichen Alter typische Fehler begangen. Im Kindesalter hat man einfach nicht das Gespür ein wenig in die Zukunft zu blicken, das ist ganz normal und kommt erst in späteren Jahren.

Ich habe einmal die Top-Regeln im Internet zusammengeschrieben an die sich Kinder und auch Eltern halten sollten:

  1. Das Internet vergisst nicht
    Alle Bilder, Videos oder auch Posts die man im Internet schreibt, genau wie dieser hier, sind für immer gespeichert. Klar, man kann z.B. bei Facebook diverse Dinge löschen und sie somit verstecken. Doch es gibt Onlinedienste die in bestimmten Abständen Snapshots von Webseiten erstellen und so in gewissem Maße alles im Internet speichern, auch deine soeben gelöschten Posts. Denke immer dran: auch wenn es manchmal im aktuellen Moment cool ist bestimmte Sachen zu posten, überlege zwei Mal vor dem Absenden der Nachricht.
  2. Datensch(m)utz
    Überarbeite einmal deine Social Media Profile, falls du denn mehr als z.B. Facebook nutzt. Wenn man Dinge postet, sollte man dies eventuell nur für einen eingeschränkten Nutzerkreis (Freunde, Familie, …) tun und nicht für die offene Welt. Tipp: Benutze einen anderen Browser oder Computer und surfe einmal deine Profilseite als Fremder an. Wenn nichts öffentlich sichtbar ist, außer vielleicht dein Profilbild, hast du es richtig gemacht. Ansonsten unbedingt anpassen.
  3. Entwickle ein Gespür für Spam und Viren
    Es ist schwierig jede Spam-E-Mail und jede gefälschte Webseite auf den ersten Blick zu erkennen. Daher sollte man früh genug damit anfangen ein gewisses Gespür dafür zu entwickeln, was echt und unecht ist. Wenn man kein Konto bei einer Bank hat, wird man auch keine E-Mails von dieser erhalten. Wenn man eine E-Mail bekommt die einen großen Lotteriegewinn verspricht, überlege ob man überhaupt Lotto gespielt hat. Es gibt tausend verschiedene Arten von den Spammern und Hackern an deine Daten zu kommen oder deinen Computer zu verseuchen. Schaue jeden Link an und überlege vor einem Klick zwei Mal.
  4. Auswirkungen vom Online-Verhalten
    Wie schon in Punkt (1) erwähnt, alles und wirklich alles im Internet wird gespeichert. Für immer. Achte immer auf den öffentlichen Umgangston und sei einen Schritt weiter als die anderen. Stell dir vor du wolltest immer Feuerwehrmann werden und es wäre dein Traumberuf. Überlege daher genau was man öffentlich an Beiträgen teilt und vielleicht nicht teilen sollte. Ein zwiespältiges Bild über Feuerteufel teilen oder über die Zündelkünste im Kinderzimmer posten wären da eher ein No-Go. Die heutigen Arbeitgeber arbeiten mit Apps die das gesamte Internet nach deinem Namen durchsuchen und auch alle deine Aktivitäten online finden. Auch Onlineprofile die deinen echten Name nicht enthalten. Diese Analysen nehmen von Jahr zu Jahr zu und werden in Zukunft ein Kriterium für deinen späteren Beruf sein. Streite nicht öffentlich auf Facebook mit anderen, bleib sachlich und überlege wie immer zwei Mal ob man es für diesen Post oder dieses Bild später bereuen wird.
  5. Erkenne und melde Cybermobbing
    Die ersten Anfänge in Onlineforen waren natürlich Chaträume, wo sich jeder anmelden und sich einfach unterhalten konnte. Heute sind dies eher WhatsApp-, Facebook- und Telegramgruppen. Aber damals, wie heute, ist im Kindesalter das Mobbing an der Tagesordnung. Es gehört dazu und jeder musste da früher oder später durch. Auch wenn du nicht derjenige bist der aktiv andere hänselt und demütigt: Achte auf die Umgangsform mit Personen und erkenne den Unterschied zwischen Spaß und Ernst. Eines Tages wirst du die Person wieder treffen, sei es im Beruf oder privat. Also: Stay calm! Melde und meide Mobbing on- und offline.

Natürlich habe ich als Kind diese Regeln beachten wollen, habe es aber manchmal nicht geschafft. Man ist eben ein Kind und denkt manchmal nicht weiter. Zumindest konnte ich dies nicht immer tun.  :mrgreen:

In der heutigen Zeit ist es daher um so wichtiger die fünf Tipps im Hinterkopf zu haben, denn: der Alltag wird immer vernetzter und die heutigen Kinder entscheiden über das Internet von morgen. #staytuned

thetech
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Moin! Ich bin thetech, 25 Jahre alt und IT-Mensch. Meine Beiträge drehen sich um Technik, Projekte, Workflows und was mir sonst noch so in den Kopf kommt. – Stay hungry, stay foolish!

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