Gastbeitrag von Matti – Den meisten Android-Nutzern wird CyanogenMod noch ein alter Bekannter sein. Große Fragezeichen ergeben sich jedoch bei dem Begriff: LineageOS, zumindest erging es mir anfangs so. Doch einfach gesagt ist LineageOS nur die Weiterentwicklung der alternativen ROMs unter denselbigen Entwicklern, nachdem Cyanogen Inc. eine Partnerschaft mit Microsoft eingegangen ist.

Wie vielleicht einige fleißige Zuhörer des OS Spektrums wissen, habe ich ein Oneplus One im Einsatz, welches bisher mit einem CyanogenMod von Android 6 betrieben wurde. Nun war es einmal an der Zeit, einen Versionsspung zu machen und da das Oneplus One vom Hersteller keine Updates für Android 7 (bzw. 7.1) bekommt, muss ich mich erneut mit einer Custom ROM begnügen, in diesem Fall das neue LineageOS 14.1 als Nightly Build.

Große Änderungen am Design wurden zum Vorgänger Lollipop nicht gemacht, doch was mich positiv überrascht hat sind die kleinen Änderungen im Detail, auf die ich hier einmal genauer eingehen möchte.

Besonders sinnvoll finde ich die neuen Einstellungsmöglichkeiten für die Anzeigegröße, die es erlaubt, App-Icons, die Schriftart und allgemein die Darstellung auf eine gewünschte Größe einzustellen. Besonders bei Displays über 5 Zoll lohnt es sich, diese auf “Am kleinsten” zu stellen, da somit einfach mehr Informationen gleichzeitig auf dem Display zu sehen sind und man auch ohne Schwierigkeiten alles erkennen kann. Eine ähnliche Funktion gibt es schon länger bei CyanogenMod und anderen ROMS, allerdings musste man dafür in die Entwicklereinstellungen und den dpi Wert per Hand ändern, was unter Umständen zu Komplikationen führte.

Bei Apple schon länger vorhanden und nun endlich auch bei Android: Die Möglichkeit, App-Icons auf dem Startbildschirm gleich mit einer bestimmten Funktion zu verknüpfen. Dies läuft auch schon bei vielen Apps, natürlich auch bei Googles hauseigenen.

Eine kleinere, aber trotzdem nette Überraschung hatte ich beim ersten Öffnen der Einstellungen, bei dem mir direkt Vorschläge gemacht wurden, was ich noch ändern sollte.

Auch schön sind die umfangreicheren Datenschutzeinstellungen, die seit Android 6 weiter Verbessert wurden.

Das waren meine ersten Eindrücke und für mich wichtigsten Änderungen zum neuen Android Nougat. Zusammenfassend muss ich sagen, dass das System trotz “alpha” Status sehr stabil läuft und einige interessante Neuerungen mit sich bringt.

Das erste Leider: Leider werden viele Smartphones, die zwar schon ein paar Jahre alt sind, aber technisch dennoch gut ausgestattet sind, nicht mehr vom Hersteller mit Updates versorgt, sodass einem nur der Griff zu einer alternativen ROM bleibt.

Das zweite Leider: Leider ist es trotz vieler Anleitungen im Internet nicht besonders einfach diese Systeme auf seinem Smartphone zu installieren. Einige Hersteller machen es einfacher, einige deutlich schwerer, Zugriff auf die Systempartition zu bekommen.

Matti
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Hi! Ich bin Matti und Gast-Autor bei beauty and the tech. Hauptsächlich spreche ich mit the tech in unserem Podcast über diverse IT Themen und was uns sonst noch so in den Sinn kommt.

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