Für ein neues Projekt welches ich bald posten werde und über die Weihnachts- und Urlaubstage geplant habe, wollte ich zur Weihnachtszeit mal guten Willen zeigen und zu einem lokalen Geschäft gehen. Denn ich brauche dafür ein oder besser gesagt drei Funksteckdosensets von einer bestimmten Marke. Wieso und weshalb erfahrt ihr noch früh genug.  😉

Nun gut, an einem Urlaubstag vor Weihnachten einen Besuch bei zwei großen Elektronikläden geplant und in die Stadt gefahren. Natürlich habe ich mir vorher die Preise meines Onlineversands des Vertrauens angeschaut und nur eine Preisdifferenz von ca. einem Euro festgestellt. Da dachte ich mir, dass ich nach Jahren wieder zu einem lokalen Geschäft fahre und dort mein Elektronikzeugs kaufe. Dann habe ich es ja sofort und kann mit dem Projekt weitermachen. So der Plan!

Beim ersten roten Elektroriesen habe ich das Set nicht gefunden. In der Geschäfts-App war es zwar online ausverkauft, aber zur Abholung bereit. Da hab ich mir gedacht, dass ich mal einen Hansel frage, der mir über den Weg läuft, was ich eigentlich so gar nicht mag – sind ja alles extreme Experten  💡
Der dritte Experte wusste dann wie man ein Neulandsystem (Computer) bedient und hat im Lager nachgeschaut. Laut Programm waren 40 (!!!) Stück der Sets vorrätig, aber nicht im Geschäft für alle sichtbar. Experte Nr. 3 hat dann Experte Nr. 2 den Auftrag erteilt dies zu übernehmen. Ich habe mich in der Zwischenzeit mit Smartphones und mobilen Akkus beschäftigt. Nach geschlagenen 15 Minuten kam Nr. 2 zu mir und teilte mir mit, dass niemand von diesen Sets wüsste. Die Sets wären noch nicht einmal bestellt worden, das Lagersystem würde also lügen und sich dies ausdenken. Ich war schon bedient und habe Nr. 2 gesagt, dass ich wohl zukünftig hier nicht mehr einkaufen werde, in der Hoffnung sie würde mir einen Deal anbieten. Doch sowas haben alle drei Experten wohl nicht gelernt oder verstanden, dass der Kunde König ist.

Zum Glück hatte ich ja noch einen Plan B – der blaue Elektroriese. Durch die halbe Stadt und einen Weihnachtsmarkt gelaufen und zack war ich dann auch da. Dort konnte ich mich besser zurechtfinden und habe das Set auch prompt selbst gefunden. Online war es nicht aufzufinden und auch nicht im gesamten blauen Sortiment. Naja aber ich stand davor.  😮
Nach einem Blick auf das Preisschild habe ich direkt mein Smartphone gezückt und einen Onlinevergleichspreis gesucht. Satte 47% hätte ich vor Ort mehr als online bezahlt. Obwohl ich ja eigentlich nach Jahren mal wieder ein lokales Geschäft unterstützen und mit den Sets auch gleich nach Hause gehen wollte, war ich nicht bereit diesen Aufpreis zu zahlen. Mit offener Shopping-App bin ich sofort zu einem sich offensichtlich langweilenden Experten, nennen wir ihn Nr. 4, gerannt und habe ihm mitgeteilt, dass ich das Set zum Onlinepreis mitnehmen würde. Ansonsten hätten sie einen Kunden weniger. War das zu offensiv? Ich hatte so langsam einfach keinen Bock mehr. Obwohl Nr. 4 die gleiche Shoppingseite auf seinem Bildschirm geöffnet hatte, verneinte er die Anfrage und empfahl mir ein anderes Produkt. Ich habe ihm erklärt, dass das empfohlene Set Mist sei und ich unbedingt das von mir ausgesuchte mitnehmen möchte. Nach erneutem Verneinen und “da können wir nichts am Preis machen” habe ich ihm das Gleiche gesagt wie Nr. 3: Sie haben einen Kunden weniger und ich werde zukünftig nur noch beim Onlineversand einkaufen, der wohl der größte Konkurrent für die rote und blaue Kette sei.

Nach nun zwei Stunden bin ich wieder daheim, mit leeren Händen. Ich habe es wirklich versucht und wollte die alten Hasen des Elektronikangebots in Deutschland unterstützen. Es hat sich aber herausgestellt, dass es schlicht und ergreifend eine Verschwendung von Zeit, Energie und Nerven ist. Ich werde in Zukunft und speziell in 2017 alle meine Elektroeinkäufe über meinen Versandhandel des Vertrauens erledigen, auch wenn ich mal ein paar Tage darauf warten muss. Es ist einfach stressfreier und geht schneller.

Mein Abschluss: Wenn die rote und blaue Elektrokette mein Geld nicht will, geht es halt zum Konkurrenten, der mir bisher wesentlich serviceorientierter und organisierter vorkam. Bye bye lokale Expertengeschäfte. 😎
#staytuned

thetech
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Moin! Ich bin thetech, 25 Jahre alt und IT-Mensch. Meine Beiträge
drehen sich um Technik, Projekte, Workflows und was mir sonst noch so in den Kopf kommt. – Stay hungry, stay foolish!

2 Comments

  1. Eine schöne Geschichte zum schmunzeln😄 Bei der roten Kette ist mir letztens Ähnliches passiert.Da war ein Aufkleber am Produkt,die Kasse zog aber einen teureren ab.Die Kassiererinn schickte mich zu einem Experten (bei der roten Kette ja nicht leicht zu erwischen) um mir nach 10 Minuten sagen zu lassen:,,Nein,zu diesem günstigeren Preis(laut Aufkleber)kann ich das nicht verkaufen!" Und Tschüss!!!
  2. thetech
    thetech Reply
    Hehe das passt ja wie die Faust aufs Auge. Bei den, nennen wir es, Beratergesprächen darf man gar nicht zuhören. Es wird nur das empfohlen was auch etwas Geld in die Tasche der "Experten" wirft. Eine echte Beratung ist das nicht. Wie in deinem Beispiel erkennbar ist es auch kein wirklicher Service. :( Da lese ich mir zukünftig lieber Bewertungen anderer Kunden online durch. Danke für deinen Kommentar! :)

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